Auch Pfarrer sind vor der Erbschaftsteuer nicht sicher

Pfarrer muss Erschaftsteuer zahlen

Den Pfarrer als Alleinerben einzusetzen bringt Nachteile

Der Pfarrer einer Kirchengemeinde wurde per Testament durch ein Gemeindemitglied zum Alleinerben eingesetzt. Der Pfarrer zeigte dem zuständigen Landeskirchenamt seine Erbeinsetzung mit dem Hinweis an, dass er das Erbe für die Kirchengemeinde annehmen und er dieses vollumfänglich der Kirche zur Verfügung stellen wolle.

Erbschaftsteuererklärung

Das Finanzamt setzte allerdings - trotz Weiterleitung der Erbschaft - gegen den Pfarrer die Erbschaftsteuer fest. Die Klage des Pfarrers gegen den Steuerbescheid blieb erfolglos. Er wollte die Weiterleitung der Erbschaft als Nachlassverbindlichkeit von der ursprünglichen Erbschaft abziehen, so dass bei ihm keine Bereicherung gegeben sein sollte und damit die Erbschaftsteuer auf null Euro festzusetzen wäre.

Das Gericht ließ den Abzug als Nachlassverbindlichkeit jedoch nicht zu, weil die Verpflichtung zur Weitergabe der Erbschaft ausschließlich in der Person des Pfarrers ihre Ursache hätte und nicht durch den Erblasser im Rahmen des Testaments verfügt wurde.

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